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WWAN am Thinkpad X100(e) defekt? Eine mögliche Lösung.

Eine Reihe Thinkpad X100 bzw „X100e“ – Besitzer der ersten Serie können nach einem BIOS-Update das WWAN (UMTS) Modem Gobi2000 nicht mehr aktivieren. Siehe u.a hier und in diversen deutschsprachigen Foren.

Es werden diverse „Tips“ von kompletter Neuinstallation bis zum Support Call bei Lenovo und Austausch der Modemkarte gegeben; bei einigen Geräten scheint das Schrotflintenprinzip aber wohl funktioniert zu haben – man hat alles ausprobiert, und „irgendetwas“ hat dann geholfen. Offenbar aber nicht immer.

Hier die Ausgangssituation und eine (mögliche) Lösung aus der Praxis ohne Garantie.

Nach einem BIOS-Update auf 1.20a (ECP: 1.16) war das WWAN-Modul nicht mehr sichtbar, weder in der Systemsteuerung noch in den Access Connections. Mit FN+F5 war zwar der (Soft)-Schalter sichtbar, hatte aber keine Funktion. Ich hatte im Rahmen eines Treiberupdates in Windows XP Professional die EXE-Datei benutzt,  6xuj05us.exe.

Einige Quellen, die sich auch auf die Lenovo-Hotline beziehen, nennen als „Trick“ das Deaktivieren und erneute Aktivieren der WIMAX- und WWAN-Geräte im BIOS, was aber so keinen Erfolg zeigte. Ein BIOS-Downgrade auf 1.11 (eine weitere Empfehlung aus den diversen Foren) war auch nicht mehr möglich, weder von einer Boot-CD noch via Programm.

Folgendes hat dann aber funktioniert:

Erneuter Aufruf von 6xuj05us.exe -> UPDATE SYSTEM BIOS -> logische und korrekte Meldung: „Dieses BIOS haben wir schon, Update nicht notwendig„.  Dann Punkt 2: UPDATE MODEL NUMBER. Angezeigt wird der vierstellige Typcode des Geräts, und die dreistellige ID. Bestätigen ohne die ID zu ändern.

Interessanterweise läuft dann doch der BIOS-Flash durch,die 32 Blocks werden geschrieben, danach Aufforderung zum Boot. Bestätigen.

Jetzt im BIOS die WIMAX- WLAN und WWAN-Steuerung deaktivieren, speichern, und während das Gerät wieder neu startet hart abschalten. Ladegerät ggf. abziehen und 10 Sekunden warten. Neustart, mit F1 ins BIOS, WLAN, WIMAX und WWAN wieder an.

Speichern und booten – das sollte es gewesen sein, unter der Voraussetzung, dass Powermanagement, der aktuelle Gobi2000-Treiber und die neusten Access Connections korrekt installiert sind. Einen Versuch ist es wert.

Viel Erfolg. 🙂

Die Crux mit dem NumLock und dem Ziffernblock

Leute, die von Berufs wegen viele Zahlen eingeben müssen – z.B.  im Umfeld von Steuerberatung oder Rechnungswesen Tätige – arbeiten auf einer Standard-104-Tasten-PC-Tastatur gerne mit dem Nummernblock rechts. Die traditionell als „NumLock“ benannte Taste schaltet vom Cursor- in den Ziffernmodus und zurück.

Soweit, so gut. Aber was, wenn man ein Notebook einsetzen möchte, das nicht über diesen abgesetzen Ziffernblock verfügt? Man kauft sich einen separate Ziffernblock-Minitastatur (erhältlich  ab 8,– € mit USB-Anschluß  z.b. hier) und glaubt, das Problem gelöst zu haben.

Unschöner Nebeneffekt: Der NumLock-Status der separaten Zifferntastatur ist an den Status der Notebook-Tastatur gekoppelt, mit dem Ergebnis, dass dort die Buchstabentasten im rechten Bereich (I O P JK L N M) ebenfalls mit Ziffern belegt sind. Also nur der halbe Nutzen, denn um sinnvoll Text einzugeben, muß man doch wieder umschalten.

Wie so oft zeigt sich auch hier, dass die Macher der legendären IBM Thinkpads einen Schritt weiter gedacht haben und dies auch noch aller Unkerei zum Trotz unter der neuen Flagge Lenovo fortsetzen.

Die Thinkpads der Serien R52, T60, T61 und das aktuelle T500 haben im BIOS eine Option versteckt, mit der die beiden Tastaturen entkoppelt werden können: INDEPENDENT NUMLOCK KEYBOARD auf „An“.

Resultat: Text eingeben über die normale Notebooktastatur (NumLock aus), Ziffern eingeben über den separaten USB-Ziffernblock (NumLock an)

Keine zeitraubenden Hacks. Einfach nur das richtige Notebook.