Redaxo 4.x aus Wordpress-Feeds speisen
Das CMS Redaxo in der Version 4.2.x reklamiert für sich, “Einfach, flexibel und Sinnvoll” zu sein. Dem kann ich so zustimmen – das System ist schlank und überschaubar, der Trainingsaufwand für die Administration im Backend bleibt deutlich unterhalb dem, was für größere und komplexere Systeme veranschlagt werden muss, benötigte Zusatzmodule sind schnell programmiert – all in all eine intelligente Alternative in Projekten bis vielleicht 1000…2000 Seiten Content.
Die Aufgabenstellung
Feedreader, die fremden Content einbetten gibt es für jedes CMS zuhauf, natürlich auch für Redaxo – hier am Beispiel eines importierten Google-Kalenderfeeds. Fast allen ist aber gemein, dass sie – zu Wahrung des Copyrights und des Anstands – die eingebetteten Artikel zurück auf die Quelle verlinken, d.h. ein Klick auf den jeweilgen Artikel öffnet in der Regel die Quellenseite, womit die ursprüngliche (Redaxo) Site verlassen wird.
Was ist aber, wenn die Feed-Quelle eine exklusiv eigene Site ist, die nur dazu dient, extern Content für Redaxo zu generieren?
Das Modul: “Feed Hijack”
Module in Redaxo bestehen aus einer “Eingabe” - (optionale) Parameter, die mit übergeben werden, und der “Ausgabe”, üblicherweise ein Stück PHP-Code, der das Content-Fragment ausgibt.
Weitere Bibliotheken werden hier nicht benötigt; Feed Hijack läuft ohne externe Anhängigkeiten.
Das Modul steht aktuell auf der REDAXO-Addon-Seite zum download bereit; die erste Version 1.0 als ZIP gibt es vorläufig hier: feedhijack-1.0
Bitte Copyrights und README -Hinweise beachten!
X100e unter Ubuntu
WLAN
Wenn schon eine schnelle g/n 300 Mbit-Wirelesskarte eingebaut ist, könnte man diese vielleicht auch unter einer Linux-Installation nutzen? Eine kleine Testumgebung ist schnell aufgebaut, Plattform ist die Alphaversion von Ubuntu 10.04 in der AMD-64 Bit-Version. Wenn schon, denn schon ![]()
Die WLAN-Karte kommt von Realtek – RTL8192SE (PCI) und wird in diesem Pre-Release (noch) nicht mit bedacht. Realtek stellt allerdings den Treiber im Quellcode zur Verfügung, z.B. hier (nur der SE-Typ ist richtig!), der ohne Probleme kompiliert und als Modul eingehängt werden kann.
Eine etwas umfassendere Diskussion der möglicherweise auftretenden Fehler und Patches gibt es hier und hier.
Szenario #2: Die bekannte Security-Suite BackTrack 4 läuft auf der Ubuntu 8.10 Plattform. Das Modul funktioniert auch hier in einem ersten Test offenbar richtig, die Karte läßt sich einwandfrei in den Monitor-Mode und zurück versetzen. Erfreulich!
(Wird fortgesetzt.)
Erste Eindrücke vom Thinkpad X100e
Heute morgen kam das brandneue Thinkpad X100e in der für DE aktuell einzig verfügbaren Konfiguration an, nämlich mit Windows 7 Professional (32 Bit), 2 GB RAM, 250 GB S-ATA-Festplatte, Bluetooth, einem aktuellem WLAN-Adapter von Realtec und Gobi2000-UMTS/WWAN (welcher in späteren Fassungen eventuell durch eine Huawei-Karte ersetzt wird).
Die Positionierung des Gerätchens ist klar: Höherwertiger als das einfache IdeaPad-Netbook, aber aus Sicht der Thinkpad-Welt ganz klar Einsteigerklasse. Dennoch ist der Preis mit etwas über 500€ als durchaus attraktiv zu bezeichnen.
Erster Eindruck: Positiv. Die Tastatur ist wirklich ordentlich, das look & feel stimmt auch. Aber wo sind denn die Status-LEDs für Festplatte, Bluetooth, WLAN und WWAN geblieben, die wir von den ‘richtigen’ Thinkpads kennen? Diese hat man sich leider gespart, ebenso das ThinkLight. Einzig ein kleiner Indikator vorne ist für den Standby übriggeblieben. Schade eigentlich.
Das vorinstallierte Windows 7 wirkt etwas zäh. Ein Think-Tool generiert zügig 3 DVDs von der Recovery-Partition, warum also nicht die Platte (Seagate) formatieren und ein paar andere Betriebsysteme ausprobieren, z.B. das gute alte XP Professional?
Trotz anderslautender Info des Händlers ist keine XP-Recovery-CD dabei. Das bedeutet Handarbeit, denn wenn ein USB-Floppy-Laufwerk gerade nicht greifbar ist, muß zunächst eine Windows-CD mit integriertem Treiber angefertigt werden.
Dieser steht auf der Lenovo-Seite zum Download bereit (“AMD AHCI Compatible RAID Controller” floppy driver) und läßt sich mit nLite problemlos in eine XP Professional 2002 SP2 CD integrieren. Sollte man sich eines Tages doch wieder für Windows 7 entscheiden, findet man den (winzigen) Lizenzaufkleber übrigens unter dem Akku – bitte nicht zornig den Lieferanten anrufen und Lizenzbetrug unterstellen
So weit, so gut – XP läuft nach diversen Updates relativ flott, vorausgesetzt, die ganze lange Treibersammlung auf dem Lenovo-Portal wird vollständig installiert. Dies ist zunächst natürlich Netzwerk/WLAN und Video, aber auch Sound, USB-Filter und Key-Features sind wichtig, da sonst die FN-Funktionstasten nicht erreichbar sind.
Für WWAN und Access Connections on top wird zusätzlich zwingend der Power-Manager und das Power-Interface benötigt, sonst können die Funk-Karten nicht via FN+F5 an- bzw. ausgeschaltet werden, und ohne diese Funktion läuft Access Connections nicht richtig.
Logischerweise kann entweder mit “WiFi” oder “mobilem Breitband” verbunden werden; beides zusammen ist nicht aktivierbar. Bereit also für einen kleiner Test mit einer SIMYO-Prepaidkarte? Wir suchen den Slot für die SIMcard, der sich laut Installations-Faltblättchen unter dem abschraubbaren Bodendeckel befindet. Naja.
Auch da hätte man vielleicht 1€ mehr ausgeben können und eine etwas elegantere Lösung finden können. Aber immerhin, “E Plus” wird zwar nicht in der Liste der vorkonfigurierten Verbindungen angezeigt (hier dominieren wie üblich amerikanische Provider, “vodafone” und die niederländische E+ Mutter KPN) aber das richtige Standortprofil läßt sich schnell konfigurieren:
APN: internet.eplus.de
Benutzername: eplus
Authentifizierung: PAP
Kennwort: GPRS
Access Connections aktiviert die Gobi-Karte, verlangt die PIN und wir sind “drin” !
Das funktioniert also inzwischen sauber, hat man doch in der Vergangenheit öfters von Problemen mit der Qualcomm-Hardware auf Thinkpads gelesen.
Die kleine Kamera über dem – übrigens unerwartet angenehmen – Display ist gefühlt besser als die im Netbook S10e, heißt: Vor allem Lichtstärker, und weniger Verzerrungen des Gesichts
Fazit: Angenehmes Gerätchen zwischen dem IdeaPad und dem großen X200, mit kleinen Einschränkungen. Wie es sich bei ca. 3 Stunden Akkulaufzeit im Dauerbetrieb schlägt, werden wir beobachten, und evtl. berichten.
Die Crux mit dem NumLock und dem Ziffernblock
Leute, die von Berufs wegen viele Zahlen eingeben müssen – z.B. im Umfeld von Steuerberatung oder Rechnungswesen Tätige – arbeiten auf einer Standard-104-Tasten-PC-Tastatur gerne mit dem Nummernblock rechts. Die traditionell als “NumLock” benannte Taste schaltet vom Cursor- in den Ziffernmodus und zurück.
Soweit, so gut. Aber was, wenn man ein Notebook einsetzen möchte, das nicht über diesen abgesetzen Ziffernblock verfügt? Man kauft sich einen separate Ziffernblock-Minitastatur (erhältlich ab 8,– € mit USB-Anschluß z.b. hier) und glaubt, das Problem gelöst zu haben.
Unschöner Nebeneffekt: Der NumLock-Status der separaten Zifferntastatur ist an den Status der Notebook-Tastatur gekoppelt, mit dem Ergebnis, dass dort die Buchstabentasten im rechten Bereich (I O P JK L N M) ebenfalls mit Ziffern belegt sind. Also nur der halbe Nutzen, denn um sinnvoll Text einzugeben, muß man doch wieder umschalten.
Wie so oft zeigt sich auch hier, dass die Macher der legendären IBM Thinkpads einen Schritt weiter gedacht haben und dies auch noch aller Unkerei zum Trotz unter der neuen Flagge Lenovo fortsetzen.
Die Thinkpads der Serien R52, T60, T61 und das aktuelle T500 haben im BIOS eine Option versteckt, mit der die beiden Tastaturen entkoppelt werden können: INDEPENDENT NUMLOCK KEYBOARD auf “An”.
Resultat: Text eingeben über die normale Notebooktastatur (NumLock aus), Ziffern eingeben über den separaten USB-Ziffernblock (NumLock an)
Keine zeitraubenden Hacks. Einfach nur das richtige Notebook.
Dokumente einfach aus Sharepoint 2001 und 2003 extrahieren
Werkzeuge für die Microsoft Sharepoint Portal Server (SPS) gibt es viele: Ausgefeilte, durchdachte, professionelle usw. Für die einfache Aufgabe, einen Dokumentenbaum auszulesen, genügen Grundkenntnisse der Struktur und ein paar Zeilen Programmcode. Wir betrachten im folgenden die beiden ersten Versionen von Microsoft Sharepoint Server, also 2001 und 2003:
Exportieren mit einer einzigen Zeile Shellscript: Sharepoint Portal Server 2001
Der SPS 2001 war für die Windows 2000 – Serverumgebung zugeschnitten; schon unter Windows 2003 Server läuft er nicht mehr. Microsoft hat aber neben HTTP und DAV einen Zugang per IFS (installable file system) vorgesehen, um lesenden Zugriff auf die Dokumentenstruktur eines Arbeitsbereichs zu erhalten. Das gleiche Verfahren wird übrigens auch noch von Exchange 2000 angewandt, sodaß man durch die “Hintertür” Zugriff auf die Dateistrukturen hat.
Mit diesem Shell-Kommando auf dem W2K-Server selbst (via cmd.exe) wird ein Laufwerksbuchstabe zugeordnet:
subst M: \\.\backofficestorage
Arbeitet man mit dem Windows-Explorer, müssen versteckte Ordner und Dateien angezeigt werden, sonst sieht man den Ordner WORKSPACES nicht, der die eigentlichen Dateien enthält; der Arbeitsbereich TESTDOCS unter “Anwendungen” ist leer (Dokumentenverzeichnis grün markiert)
Eine Zusammenfassung zum IFS drive und dem Microsoft Web Storage System finden sich hier: http://support.microsoft.com/kb/294312/en-us/
Der Artikel betont auch noch einmal, daß diese Methode zwar zum Extrahieren von Dokumenten geeignet ist, nicht aber zum Zurückschreiben, denn man wird aller Wahrscheinlichkeit nach die darunterliegende Autoren-/Rechtestruktur kompromittieren.
Sharepoint Server 2003 alias Sharepoint 2: Dokumentenexport mit IronPython
IronPython, Microsofts Python-Implementierung in der Version 2.6 bei codeplex ( http://ironpython.codeplex.com/ ) ermöglicht, Dotnet-Assemblies auf einfachste Weise einzuhängen, z.B. mit clr.AddReference(‘Microsoft.SharePoint’)
Hier ist der Code, um eine einzelne Dokumentenbibliothek auszulesen und auf eine lokale Platte unter Beibehaltung der timestamps zu spiegeln:
# -------------------------------------------------------------------------------------- # # Dokumentenimport von MS SharePoint. # Die originale Ordnerstruktur wird abgebildet; Zeitstempel der Dokumente bleibt erhalten. # Autor: weitlandt. Klaus Stein 29.10.09 # # Umgebung: Ironpython 2.6+ (www.ironpython.com bzw. codeplex.com) # SAVE_TO = "C:/SHP2" SITEURL = "http://localhost" DOCROOT = "Shared Documents" # ----------------------------- import os,sys,stat,array,io,clr from datetime import * from time import mktime as mktime clr.AddReference('Microsoft.SharePoint') from Microsoft.SharePoint import * def storefile(f,basedir,relpath): ptmp,ntmp = os.path.split(relpath) if not os.path.isdir(basedir + ptmp): os.mkdir(basedir + ptmp) a = f.ModifiedBy.ToString() d = f.OpenBinary() m = datetime(f.TimeLastModified) print f.Name+" (" + d.Length.ToString()+"), Letzte Speicherung von "+a+": "+m.ToString() fullpath = basedir + relpath b = open(fullpath,mode="w+b") for i in d: # b.write(chr(i)) b.close() ts = int(mktime(m.timetuple())) os.utime(fullpath,(ts,ts)) # timestamp setzen # main() tstart = datetime.now() if not os.path.isdir(SAVE_TO): os.mkdir(SAVE_TO) S = SPSite(SITEURL) W = S.OpenWeb() print "Importieren von: " + W.Title + " (" + W.Url + ")" R = W.GetListsOfType(SPBaseType.DocumentLibrary)[DOCROOT] # nur diesen Ordner skip = len(DOCROOT) cnt = 0 for i in R.Items: relpath = i.File.ToString()[skip:] # Das Startverzeichnis abgeschneiden storefile(i.File,SAVE_TO,relpath) cnt = cnt + 1 print "\nFertig. Angelegt: " + cnt.ToString() + ", Zeit: " + str(datetime.now() - tstart) W.Dispose() S.Dispose() # ----
…das ist alles! Für Erweiterungen bietet sich an, die Objekteigenschaften von ‘Items’ einmal genauer anzusehen – da ist noch etliches nützliches dabei.
Monitoring von Netware-Servern in Nagios mit NWNAGMON
Für die letzten im Dienst stehenden Novell-Server bieten wir hier ein kleines natives NLM an, das ein paar Eckdaten an einen NAGIOS 3 – Host übermittelt.
NAGIOS, ein freies Monitoring-System, ist eine Überlegung wert, wenn man mehr als eine Handvoll Server betreut. Für Novell Netware existiert der Ansatz, mit MRTGEXT diverse Betriebsparameter auszulesen, der in unserem Augen aber die Tücken der Plattform nicht vollständig berücksichtigt, und außerdem nicht ganz einfach aufzusetzen ist.
Wir haben – mit dem Hintergrund aus 10 Jahren NLM-Programmiererfahrung – einen einfachen Nagios-Agenten geschrieben, der auf Netware 5.0 bis 6.5 läuft und die Untiefen des Servers direkt zum Nagios-Host kommuniziert:
- Tote Partitionen
- Reboot (ein Netware-Server bootet nicht!)
- Anzahl der ABENDS (verunglückte oder “Zombie”-Prozesse)
- SYS: Volume vollgelaufen (der Server startet nicht mehr, wenn der freie Plattenplatz tatsächlich 0 oder nahe 0 MB ist)
- Remirror gespiegelter Partitionen wird erkannt
- Verdächtige CPU-Last > 96% für länger als eine Minute
NWNAGMON läuft dauerhaft im Hintergrund, anstatt als CRON-Script starr zur vollen Stunde/Tag etc. aufgerufen zu werden. Warum? Zum einen kann der Agent schneller reagieren, wenn z.B. eine Partition ausfällt, wird der neue Status sofort signalisiert und nicht erst zum nächsten CRON-Event.
Zum anderen hat sich gezeigt, daß manchmal – wenn das System schon einmal kompromittiert ist – es schwierig oder sogar unmöglich ist, einen weiteren Prozeß zu starten. In diesem Fall verharrt der Server bei 99% CPU-Last und diversen ABENDS und läßt keinen erneuten CRON-Jobs zu, was dem Admin dann wenig Chancen läßt – außer dem internen Netware-Debugger bleibt dann nur noch die RESET-Taste.
Download hier, Aufruf sollte weitgehend selbsterklärend sein. So sieht der Konsolenbildschirm aus:
Das NLM ist mit 15KB klein und sehr resourcenschonend. Verschlüsselung zum NAGIOS-Host hin wird unterstützt, allerdings nur XOR/Password (NSCA 3 Protokoll)
NWNAGMON generiert weiterhin eine Mini-HTML Seite mit dem aktuellen Status (siehe screenshot)
Das Programm ist und bleibt kostenlos, eine kleine Spende via Paypal (5€) wird aber gerne entgegengenommen.



